Leseliste 2018 –1/2

Hans Rudolf Vaget, Wehvolles Erbe. Richard Wagner in Deutschland. Hitler, Knappertsbusch, Mann, 2017

Große Studie über deutsche Befindlichkeiten, über Geniekult, Menschenverachtung und Künstlertum.

Olivier Rolin, Meroe, 1998, dt. 2917

Ein Mann sitzt im Sudan fest und denkt über sein verpfuschtes Leben nach.

Henning Ritter, Notizhefte, 2010, 3. Aufl. 2011

Henning Ritters Gedankenspeicher. Lesenswert, immer wieder.

Hermann Broch, Esch oder die Anarchie, 1932, Neuaufl. 2018

Kleinbürgerleben im Kaiserreich. Meiner Ansicht nach ein zu recht vergessenes Buch.

Jonas Karlsson, Das Zimmer, 2009, dt. 2016

Gute Idee, packend geschrieben.

Bernard Shaw, Ein Wagner-Brevier. Kommentar zum Ring des Nibelungen, 1898, dt. 1973,  14. Aufl. 2014

Gefesselt von der Wucht des Neuartigen, doch aus kritischer Distanz und mit einer hochgezogenen Augenbraue geschrieben.

Edmund de Waal, Die weiße Straße. Auf den Spuren meiner Leidenschaft, 2015, dt. 2016

Ein Buch über Porzellan, dem es nicht gelang, mich zu fesseln.

Anthony Horowitz, Die Morde von Pye Hall, 2016, dt. 2018

Spannend geschriebener, klassisch inszenierter englischer Kriminalroman: Wer war der Mörder?

Delphine de Vigan, Nach einer wahren Geschichte, 2015, dt. 2016

Autofiktionaler Text über eine Autorin, die autofiktionale Texte schreibt. Was ist wahr, was Einbildung?

Kristine von Soden, Und draußen weht ein fremder Wind. Über die Meere ins Exil, 2016

Deutschland ist ihre Heimat, doch das gesellschaftliche und politische Klima treibt die Menschen aus dem Land. Die Auswanderung von Jüdinnen steht im Fokus dieses bewegenden Buches.

Anton Holzer (Hrsg.), Krieg nach dem Krieg. Revolution und Umbruch 1918/19, 2017.

Ein Panorama der kritischen Umbruchszeit aus Tagebucheinträgen, Briefen und Erinnerungen sowie tagesaktuellen Quellen.

Heinrich Maria Denneborg, Das Eselchen Grisella, 1955, 74. bis 77. Tausend 1968

Erinnerungen an meine Kindheit. Und ein schönes Buch über die wichtigen Dinge im Leben.

Eberhard Straub, Wagner und Verdi. Zwei Europäer im 19. Jahrhundert, 2012

Doppelbiographie mit Stärken und Schwächen.

Andreas Maier, Die Universität, 2018

Kleiner Roman, Teil eines mehrbändigen Projekts, der mich leider nicht animiert hat, auch die anderen Teile zu lesen.

Sándor Márai, Bekenntnisse eins Bürgers. Erinnerungen, 1934, dt. 2000

Großartige Autobiographie, scharf beobachtet, romanhaft ausgestaltet: ein lesenswertes Zeitdokument, das uns in ein untergegangenes Europa führt.

 

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