Erkundung: Warum liest Du?

Tobi vom schönen Blog Lesestunden hat wieder eine Reihe interessanter Fragen gestellt, die um die Motivation von Lesern und um ihre Lesegewohnheiten kreisen. Ich habe mir Zeit genommen und sie beantwortet. Das gab mir eine willkommene Gelegenheit, mein Leseverhalten und meine Einstellung zu Büchern und Verlagen zu reflektieren.

Los geht’s!

Warum liest du?

Ich habe schon als kleiner Junge viel gelesen, meist harmlose Abenteuergeschichten, in die ich völlig versunken bin, später dann Krimis, Schullektüre. Hängen geblieben bin ich bei der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, bei Fach- und Sachbüchern mit historischem, auch zeitgeschichtlichem Fokus und Biographien. All das las und lese ich wegen der Inhalte – gute Geschichten, interessante Charaktere, interessante Informationen – und oft wegen der Sprache. Lesen als Zeitvertreib, ja, aber vor allem zur Bildung und zum Genuß.

Was liest du? Welche Genres bevorzugst du? Liest du auch Klassiker?

Romane, vor allem deutschsprachige des 19. und 20. Jahrhunderts. Dramen und Gedichte der deutschen Romantik und Klassik. Historisches, Biographien. Briefe und Tagebücher.

Ich müßte mehr Russen und Franzosen lesen.

Welche Autoren favorisierst du? Oder hast du keine bevorzugten Autoren?

Goethe und Schiller, Shakespeare, Theodor Fontane, Thomas Mann, Hugo von Hofmansthal, Joseph Roth, Stefan Zweig, Heinrich Mann, Siegfried Lenz, Ernst Jünger, Carl Schmitt, Ernst-Wolfgang Böckenförde, Thomas Nipperdey, Lothar Gall, F. Scott Fitzgerald.

Wo liest du überall? Nur Zuhause, nur in der S-Bahn, überall, …?

Vor allem zu Hause, aber gerne auch im Café oder auf einer Parkbank. Auf längeren Zugfahrten.

Liest du viel oder wenig? Wie viel Zeit verbringst du in der Woche mit Lesen? Wie viele Bücher liest du im Schnitt pro Monat/Jahr? Machst du auch längere Lesepausen?

Ich kann schneller Bücher kaufen als lesen. Ich bin kein Vielleser, Arbeit, Sport, Sozialleben und – horribile dictu! – Internet brauchen auch Zeit. Mehr als zwei Bücher im Monat schaffe ich nicht.

Liest du schnell oder langsam? Wie viele Seiten liest du ungefähr in einer Stunde?

Langsam. Aber ohne auf die Uhr zu sehen.

Wie viele Bücher liest du in der Regel gleichzeitig?

Drei bis sechs.

Welche Formate bevorzugst du? Taschenbücher, gebundene Bücher, broschierte Bücher, Prunkausgaben? Legst du Wert auf eine hochwertige Verarbeitung deiner Bücher? Spielt die Optik des Buches eine Rolle für dich?

Eigentlich gebundene Bücher, aber bei manchen Romanen denke ich, daß es da auch ein Taschenbuch getan hätte. Meine Sach- und Fachbücher sind überwiegend gebunden, außer es sind die schwarzen Suhrkamp-Bände von Luhmann, Habermas, Plessner, Böckenförde oder Koselleck. Gelegentlich kaufe ich bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft ein schön gestaltetes Buch mit Illustrationen.

Manchmal kaufe ich ein Buch, weil mich das Cover anspricht und die nähere Inaugenscheinnahme mich neugierig macht. In diesen Fällen stehen die Chancen fünfzig-fünfzig.

Liest du auch Ebooks? Wenn ja wie oft und welche Bücher?

Ganz selten. Habe zwar einen Kindle, aber bin nicht zum Poweruser geworden.

Wo versorgst du dich mit neuen Büchern? Beim Buchhändler ums Eck? In der Bibliothek? Aus dem Bücherbus?

In der Buchhandlung. In Berlin vor allem: Autorenbuchhandlung, Marga Schöller, Kohlhaas und Company, Schleichers Buchhandlung. In Hamburg: Felix Jud.

Was ich zum Arbeiten brauche, leihe ich meist aus: Die Staatsbibliothek Berlin ist mein Lieblingsclub.

Kaufst du auch gebrauchte Bücher?

Ja, aber selten. Etwa die Adenauer-Biographie von Schwarz.

Wieviel bist du bereit für ein gutes Buch auszugeben?

Das kommt ganz darauf an.

Verleihst du Bücher? Wenn ja an wen und welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Selten. An Freunde oder bestimmte Arbeitskollegen. Habe die Bücher immer ordentlich zurückbekommen.

Wie viele Bücher hast du im Schnitt auf deinem Stapel ungelesener Bücher? (Alternativ: wie viele Regale ungelesener Bücher hast du?)

20 bis 30 (also Bücher).

Wo bei dir Zuhause hast du überall Bücher?

Überall.

Wie sortierst du deine Bücher im Regal?

Thematisch.

Was nutzt du als Lesezeichen? Oder knickst du die Seiten ein?

Tobi! Ich nutze Lesebändchen, Postkarten oder Blockseiten.

Wenn du mit dem Lesen pausierst, liest du dann das Kapitel immer zu Ende oder hörst du auch mal mittendrin auf?

Ich höre auch mittendrin auf.

Worauf achtest du beim Kauf eines Buchs? Was für Kriterien muss ein Buch erfüllen, damit du es dir kaufst? Spielt der Verlag eine Rolle?

Das hängt vom Genre ab. Thomas Mann gibt es bei S.Fischer, da kaufe ich traditionell die Frankfurter Ausgabe von Peter de Mendelssohn. Aber natürlich reizt mich die GKFA. Doch wohin mit den 38 Bänden? Meine Münchner Goetheausgabe füllt schon zwei ganze Regalbretter.

Bei Sach- und Fachbüchern ist vieles von C.H.Beck, Rowohlt oder der WBG. Da sind es vor allem die Themen, die mich zum Kauf verleiten.

Wirfst du Bücher in den Müll?

Tobi! Natürlich nicht.

Wie belesen ist dein Bekannten- und Freundeskreis? Kennst du Menschen, die kein Buch besitzen?

Bei Paaren ist oft ein Teil Vielleser, der andere nicht. Richtige Nichtleser kenne ich, glaube ich, nicht.

Was für eine Rolle spielen Bücher in deinem Berufsleben?

Eine sehr große. Ich bin Jurist und Hochschullehrer.

Brichst du Bücher ab, wenn dir der Inhalt nicht zusagt?

Ja, aber selten.

Bittet man dich im Freundes- und Bekanntenkreis um Buchtipps?

Das kommt vor. Vor allem, wenn Leute meinen Blog nicht lesen.

Wenn deine Bücher plötzlich alle verloren gehen (z.B. Feuer, Hochwasser, böse Fee, …), welche drei Bücher würdest du dir sofort neu bestellen?

Fontane, Der Stechlin. Mann, Der Zauberberg. Roth, Radetzkymarsch.

Gehören ein Heißgetränk und Kekse zum Leseabend?

Gerne. Aber ein Glas Wein geht auch.

Hörst du während dem Lesen Musik, oder muss bei dir völlige Stille herrschen?

Wenn ich aktiv Musik höre – Opern oder klassische Sinfonik – konzentriere ich mich darauf und lese gegebenenfalls in der Partitur mit. Also kein Buch und richtiges Musikhören zusammen.

Ich kann aber bei einer Geräuschkulisse – etwa im Café oder Park – wunderbar lesen.

Liest du Bücher mehrmals? Wenn ja welche und warum?

Natürlich. Mann, Fontane, Goethe und Schiller. Manches habe ich vier- oder fünfmal gelesen, immer wieder lese ich Auszüge. Die Buddenbrooks schlage ich auf und bin drin in der Geschichte. Das ist ein wunderbares Gefühl, man liest eine halbe Stunde oder Stunde und taucht dann wieder auf.

Markierst du dir Stellen in einem Buch? Wenn ja wie?

Für eine Besprechung mache ich mir Notizen, ansonsten markiere ich sehr wenig. Vielleicht mal ein Bleistiftstrich.


So, das waren meine Antworten. Wie haltet Ihr es mit den Büchern?

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Aus grauer Vorzeit – ein Blick in das Neue Museum (Berlin)

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Berliner Goldhut (ca. 1000-800 v. Chr.), Fundort vermutlich Süddeutschland Foto: nw2016

Ein gutes Buch bringt den Leser zum Weiterdenken. So erging es mir kürzlich mit der interessanten Studie von Johann Chapoutot, „Der Nationalsozialismus und die Antike“, wo ich auf eine Kontroverse zwischen Hitler und Himmler aufmerksam wurde. Die Nationalsozialisten waren damit beschäftigt, ein historisches Narrativ zu entwickeln, das die herausragende Bedeutung der Arier durch die gesamte Menschheitsgeschichte belegen und so den aktuellen Herrschaftsanspruch der neuzeitlichen Arier, also der Deutschen, begründen sollte. Daran beteiligten sich nicht nur Propagandisten der Partei wie Alfred Rosenberg, dessen Buch „Der Mythus des 20. Jahrhunderts. Eine Wertung der seelisch-geistigen Gestaltenkämpfe unserer Zeit“ (1930) gleichsam die theoretische Summa dieser Bemühungen darstellte, sondern auch die Geschichtswissenschaft (Joseph Vogt, Helmut Berve) und natürlich die sogenannte Rassenkunde (v.a. Hans Friedrich Karl Günther). Diese Inhalte wurden an den Schulen unterrichtet und in Schulungswerken für Partei, Polizei und Reichswehr vermittelt. Hiernach wären die Arier in Schüben immer wieder aus ihrem nordischen Kernland nach Osten, Westen und Süden gewandert, hätten dort unter günstigen klimatischen Bedingungen Hochkulturen errichtet, die sich dann aber im Laufe der Jahrhunderte mit „minderwertigen Rassen“ vermischt und deshalb wieder herabgesunken seien. Aus „Ex oriente lux“ wurde so das ideologisch dringend notwendige „Ex septentrione lux“.

Himmler, der Reichsführer SS, war stolz auf das germanische Erbe und unternahm große wissenschaftliche und propagandistische Anstrengungen, dieses in gebührendem Licht erscheinen zu lassen. Demgegenüber verachtete Hitler die Germanen ob ihrer kulturellen Rückständigkeit im Vergleich mit den Griechen und Römern. Chapoutots Buch belegt dies durch zahlreiche Zitate (die beiden nachstehenden stammen aus dem Jahre 1942 und finden sich im Buch auf S. 82):

Wer weiß, ob der Neandertaler nicht ein Affe war. […] Wenn man uns nach unseren Vorfahren fragt, müssen wir immer auf die Griechen verweisen.

Sie [die Germanen] waren auf keiner höheren Kulturstufe wie heute die ‚Maori‘ (Neuseeländer Negerstamm).

Gründe genug, wieder einmal das Neue Museum in Berlin zu besuchen, in dem unter anderem das Museum für Vor- und Frühgeschichte und Teile der Antikensammlung untergebracht sind.

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Treppenhaus Foto: nw2016

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Treppenhaus Foto: nw2016

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Treppenhaus Foto: nw2016

Das vom Architekten Friedrich August Stüler von 1843 bis 1845 erbaute Neue Museum war mit den technischen Mitteln der Industriellen Revolution errichtet worden und brachte mehrere tausend Jahre Kunst- und Kulturgeschichte unter einem Dach zusammen. Am 3. Februar 1945, drei Monate vor dem Ende des von den Nationalsozialisten entfesselten Krieges, wurde das Haus von Bomben getroffen und brannte aus. Es blieb als Ruine stehen. Nach mehrjährigem Wiederaufbau und einer interessanten Mischung aus Restaurierung und Belassung der Kriegsspuren (Architekt: David Chipperfield) wurde es im Jahr 2009 wiedereröffnet.

Zu seinen Hauptattraktionen zählt natürlich das Ägyptische Museum mit der besonders exponiert gezeigten Büste von Nofretete, aber auch dem im Beitragsbild gezeigten Berliner Goldhut gebührt Aufmerksamkeit.

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Goldhüte (Simulation) vom Typus Schifferstadt Foto: nw2016

Die Goldhüte sind bronzezeitliche Artefakte, die als Kultobjekte dienten und Herrschaft(swissen) symbolisierten. Sie stehen im Neuen Museum für einen der vielen entwicklungsgeschichtlichen Höhepunkte von Steinzeit über Bronzezeit zur  Eisenzeit.

Der von Sigmar von Schnürbein herausgegebene »Atlas der Vorgeschichte. Europa von den ersten Menschen bis Christi Geburt«, 3. Aufl. 2014, enthält den heutigen Forschungsstand zum Thema:

Auch wenn wir Europäer unseren Kontinent als einen zentralen Teil der Welt empfinden, so handelt es sich aus der Forschungsperspektive zum frühen Menschen  eher um eine Sackgasse: Europa wird weitgehend von Meeren begrenzt, und der Riegel der Hochgebirge von den Pyrenäen über die Alpen bis zu den Karpaten führt zu einer Nord-Süd-Teilung mit sehr unterschiedlichen Klimabedingungen. Die nördlichen Gebiete dürfen dabei global als eine Ungunstregion betrachtet werden, die ohne kulturell fortgeschrittene Grundfertigkeiten – wie etwa die Beherrschung des Feuers – kaum vom Menschen genutzt werden konnte. (S. 13)

Heute geht man davon aus, daß sich aus dem Homo erectus einerseits der Neandertaler entwickelte, der dem Klima in Mittel und Nordeuropa gewachsen war, und später der Homo sapiens, der sich dann von Afrika aus nach und nach über die gesamte Welt verbreitete. Europa wurde dabei hauptsächlich von Südosten her besiedelt.

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Quelle: Die Zeit vom 15.9.2016 Foto: nw2016

Nach einer erstaunlichen Blütezeit am Ende der frühen Bronzezeit folgt die mittlere Bronzezeit (1600/1550-1300 v. Chr.), eine eher beschauliche Periode mit weniger weiträumigen kulturellen Verflechtungen. Auf dem griechischen Festland bildet sich nun das System der Palastherrschaft mit seinen engeren Bindungen an die Welt der vorderorientalischen Hochkulturen heraus – eine Neuigkeit für Europa, das jetzt zum ersten Male Berührungen mit der Schrift bekommt. Nordeuropa findet in seiner Periode II in der Bronzezeit durch erstaunlich eigenständige Kulturleistungen Anschluss an das Niveau weiter südlich gelegener Gebiete. (Atlas der Vorgeschichte, S. 113)

Dementsprechend ist für die Spätbronzezeit eine Vergleichbarkeit des kulturellen Niveaus über alle Teilräume Europas hinweg zu beobachten. In der anschließenden Eisenzeit (800 v. Chr. – Christi Geburt) profitierte Europa erneut von Vorderasien und übernahm die neue Technik sukzessiv in Schüben durch einen engen und kontinuierlichen Austausch zwischen den verschiedenen Siedlungsgebieten.

Die nordische Theorie ist stets Fiktion gewesen, aber auch der spezifisch deutsche Blick des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts auf die griechisch-römische Antike hat zu einer – heute differenzierter ausfallenden – Idealisierung einer Epoche geführt, neben der andere Kulturleistungen zu Unrecht verblassen mußten.

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Hanns-Josef Ortheil, Die Berlinreise

Hanns-Josef Ortheil, Die Berlinreise, 2014, Tb. 2015, 284 Seiten: Ein Junge reist mit seinem Vater kurz nach dem Mauerbau nach Berlin, wo dieser mit seiner jungen Frau während des Krieges gelebt hatte.

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Foto: nw2016

Am 30. April 1964 machen sich der Erzähler (12) und sein Vater (Mitte Fünfzig) auf die Reise von Köln nach Berlin. Die Rückreise am 9. Mai 1964 – die nicht mehr beschrieben wird – führt sie rechtzeitig zurück zur Meisterfeier des 1. FC Köln. Vater und Mutter waren als Jungverheiratete kurz vor Kriegsausbruch nach Berlin gezogen; der Vater hatte später an die Front gemußt, die Mutter war schließlich in den Westen geflohen. Nach Kriegsende war der Vater an Krücken in den Westerwald zu seiner Familie gelaufen. Der Besuch des Jahres 1964 führt ihn und seinen Sohn zum ersten Mal seither in die mittlerweile durch die Mauer geteilte Stadt.

Es handelt sich um ein wunderbares Buch! Für zeithistorisch Interessierte ist es ein Dokument, für Berliner und Liebhaber der Stadt ein Quell ständigen, oft freilich wehmütigen Erinnerns, für Söhne und für Väter ist es ein Schatz.

Der Kurfürstendamm ist überhaupt nichts für Jungs in meinem Alter. Er ist eher etwas für ältere Menschen, die bereits am Stock gehen und laufend stehen bleiben. Ideal ist er für Bummler, die den ganzen Tag nicht weiter als zwanzig Meter gehen. Auf dem Kurfürstendamm können solche Bummler auf zwanzig Metern zwei Cafés, drei Versicherungen und lauter Kleiderläden besuchen, in denen man sich stundenlang auf Berlinerisch unterhalten kann. (S. 55)

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Wieland Schmied, Guten Abend, Maestro

Wieland Schmied, Guten Abend, Maestro. Nächtliche Gespräche im Museum, Radius Verlag: Stuttgart, 2010, 174 Seiten.

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Foto: nw2016

Der Autor, unter anderem emeritierter Professor für Kunstgeschichte, früherer Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin und Lektor im Insel-Verlag, verfaßte mehrere Bücher über Kunst. Der vorliegende Band vereint  Texte, die zuvor in Zeitschriften erschienen waren, mit Originalbeiträgen. Bei allen handelt es sich um fiktive Gespräche mit Malern über ihre Werke. Die Gesprächspartner sind sehr unterschiedlich: Priester, Kriminalkommissar, Kunststudentin, Forscher, Mäzen, Besucher/innen, usw.eichen

Die Gespräche drehen sich um einzelne Werke, berühren davon ausgehend aber auch die Kunstauffassung der Maler, ihre Wirkung auf Kollegen und Publikum oder ihre Stellung in der Kunstgeschichte.

Schmied trifft unterschiedliche Tonfälle, wodurch es ihm ebenso wie durch die jeweilige Gesprächsführung gelingt, individuelle Künstlerporträts zu zeichnen. Diesen ist immer eine schöne Abbildung des besprochenen Bildes beigefügt; die Gespräche sind zwischen fünf bis zehn Seiten lang und eignen sich somit für die Lektüre zwischendurch.

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Giotto di Bondone: Einzug in Jerusalem (aus dem besprochenen Band, S. 14) Foto: nw2016

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