Liebster Award

liebster2Von Ludwig, unter anderem Läufer, Kaffeetrinker und Blogger, wurde ich für den Liebster Award nominiert. Sein Lila Blog gehörte zu denen, die mich motivierten, als ich mich im Juni 2013 zum Bloggen entschloß. Ihm gebührt also gleich zweifach Dank! Wir betreiben übrigens auch ein gemeinsames Blogprojekt: Die Berliner Kaffeehaustouristen – auf der Suche nach dem perfekten Espresso…

Nominierung:

Wenn Tobi seine Lesestunden vorstellen mag und Claudia uns auf Das graue Sofa einlädt, dann freue ich mich.

Ich stelle die folgenden vier Fragen:

  1. Was war der konkrete Auslöser, mit dem Bloggen anzufangen?
  2. Lieber lange oder kurze Blogeinträge schreiben/lesen?
  3. Schon fünfmal wurde über die populäre Neuerscheinung gebloggt – schreibst Du auch noch darüber?
  4. Liest Du alle Einträge auf Deinen Lieblingsblogs?

Und nun zu meinen Antworten:

Wie kamst du auf deinen Blognamen? Gibt es dazu vielleicht ein witzige Geschichte oder ein prägendes Erlebnis?
Henning Ritter führte – wie die meisten Leser und Autoren – Notizhefte; unter diesem Titel erschien im Jahr 2010 eine Auswahl. Ein sehr anregendes Buch. Daher kommt der Name.

Hunde- oder Katzenmensch und warum?
Als Kind wollte ich immer einen Hund haben. Heute könnt ich mich, wie ich glaube, auch mit einer Katze anfreunden. Aber als Berufstätiger ein Tier in einer Stadtwohnung halten?

Wie schauen deine Social-Media-Aktivitäten aus? Hast du eine Facebook-Fanpage oder bist du auf Twitter? Bringt dir das mehr Leser?
Die Notizhefte haben seit wenigen Monaten eine Facebookseite, die ihnen durchaus auch ein paar zusätzliche Besuche bescheren. Und mein Twitteraccount @citoyenberlin macht schamlos Werbung, wenn ein neuer Blogpost erschienen ist.

Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog (grobe Schätzung) pro Woche (ggf. bitte auch Social-Media-Aktivitäten dazu rechnen)?
Puh, das ist schwer einzuschätzen. Ich gehe insgesamt von einem halben Tag aus, manchmal dürfte es auch mehr sein.

Wer war der Held deiner Kindheit? Meinst du, diese Figur hat dich geprägt?
Aus Büchern Kara Ben Nemsi. Ich würde sagen, er hat meine Leselust geweckt. Da meine Mutter Filme mit Sean Connery und mit Cary Grant mochte, orientierten sich meine Vorstellungen von gutangezogenen Männern früh an diesen Vorbildern.

Was ist deine Lieblingsjahreszeit und warum?
Ich mag den Wechsel der Jahreszeiten und kann Frühling, Sommer, Herbst und Winter jeweils eine ganze Menge abgewinnen. Was nicht ausschließt, daß ich über Regen und kalten Wind jammere.

Wenn du es dir aussuchen könntest, wo würdest du am liebsten bloggen? Im Strandkorb auf Sylt, in der Almhütte am Tegernsee oder ganz wo anders?
Ich bin eher der Stadtmensch. Setzt mich in eine Bibliothek oder ein Kaffeehaus und es kann losgehen.

Was hältst du für die wichtigste Erfindung der Menschheit und warum?
Sicher die Schrift als Basis unserer gesamten Kultur, dann Mechanik, Buchdruck, Elektrizität, Digitalisierung… Wir können wohl auf nichts davon verzichten.

Gibt es Themen, die du komplett für deinen Blog ausklammerst (z. B. Politik)? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?
Sport: Das macht ja der mitnominierte Johannes. Politik: Das ist nicht das Thema der Notizhefte.

Was ist dein Lieblingsbuch (oder Lieblingsfilm) und warum?
Thomas Mann, Buddenbrooks und Der Zauberberg. Zwei richtig gute Bücher zum Immerwiederlesen.

Wer hat Angst vor Virginia Woolf (1966, mit Elizabeth Taylor und Richard Burton). Sensationelle Verfilmung einer Ehe in Trümmern, grandios gespielt von zwei, die Bescheid wußten.

Bitte vervollständige diesen Satz: „Ohne meinen Blog…“
…hätte ich manche Bücher nicht gelesen und weniger andere Blogs und die Menschen dahinter kennengelernt.

 

Veröffentlicht unter Bücher, Film, Personen | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Musik- und Literaturkritiker: Joachim Kaiser

Joachim Kaiser starb am 11. Mai 2017 im Alter von 88 Jahren.

Wer sich für klassische Musik und Literatur interessiert, kommt an seinem Namen und an seinem Wirken nicht vorbei.

Er war einer der großen drei. Marcel Reich-Ranicki, Joachim Kaiser und er, Fritz J. Raddatz, sie waren die Großkritiker der Nachkriegzeit [sic].

So beginnt ein Nachruf auf Fritz J. Raddatz in der taz vom 26. Februar 2015. Doch nicht um ihn soll es hier gehen. Der 1928 geborene Joachim Kaiser ist einer der großen Kulturjournalisten der Bundesrepublik, der seit 1951 für rund sechzig Jahre als maßgeblicher Musik-, Theater- und Literaturkritiker, aber auch als breitenwirksamer Volkspädagoge mit Vorträgen, Rundfunk- und Fernsehbeiträgen gewirkt hat.

Die zweibändige Textsammlung „Erlebte Musik“ steht immer griffbereit in meinem Regal, neben der ersten Auflage von Jürgen Kestings „Großen Sängern“. Kaiser schildert und bespricht Konzerte und Plattenaufnahmen stets mit Verve, voller Kenntnis und Liebe zur Musik. Vor einiger Zeit hörte ich die Einspielung der Kreisleriana von Wilhelm Kempff und las zur Einstimmung Kaisers Text vom 18. März 1971, der drei Neueinspielungen gewidmet war:

Alles in allem ist die Aufnahme von Horowitz wohl doch die «interessanteste». Aber weder Horowitz noch Rubinstein, noch Dinorah Varsi vermögen die großen, bereits existierenden Einspielungen der Kreisleriana (Wilhelm Kempff, Géza Anda, von Älterem ganz zu schweigen) überflüssig zu machen.

Danach las ich die „Robert Schumanns Kühnheit“ betitelten siebzehn Seiten und dachte spontan, ich müsse einen Blogeintrag zu Kaiser schreiben.

Da machten sich Lesefrüchte der letzten Zeit positiv bemerkbar; Hans Werner Richter und Fritz J. Raddatz hatten Kaiser erlebt sowie mehrfach in Tagebuch und Erinnerungen erwähnt. Keineswegs nur schmeichelhaft, wie ich mich erinnerte. Richter, der den jungen Kritiker eingeladen hatte, an den Treffen der Gruppe 47 teilzunehmen, charakterisierte ihn als „dümmlich“ und – wie Marcel Reich-Ranicki, Hans Mayer und Walter Jens –  „besessen von Geldsucht – was ich ihnen nicht vorwerfe – von Ehrgeiz, Ruhmsucht und von der Eitelkeit jenes Mannes, der nur in immer erfolgreichen Kreisen mitarbeitet oder sich nur in solchen Kreisen zeigt“. Richter wirft allen vieren vor, sich als Kritiker wichtiger zu nehmen als die Autoren.

Unter dem 4. Januar 1967 ärgert sich Richter über einen Artikel Kaisers („Waren die Musen diesmal emsig?“) – „was für ein altbackener, biedermeierlicher Titel“ –, in dem dieser eine Reise der Gruppe an die Universität Princeton behandelte. Am Ende fragt sich Richter: „Oder ist er doch nur ein Provinz-Feuilletonist, den ich überschätzt habe?“

Doch zu Kaisers vierzigstem Geburtstag verfertigte Richter ein Gedicht und trug es auf der Feier vor:

Unter den Großkritikern
ist einer der Kaiser,
über den zweifelnden Königen einer
der nie vergisst, andere zu ihrem Geburtstag
zu preisen, hier mit bedingtem Lob und dort
mit verhaltenem Tadel […]

Warum soll ich ihm meinerseits nicht schon
heute einen Geburtstagsgruß schreiben,
in dem ich sage, was ist, nämlich, daß er
Hans Joachim Kaiser ist, was er ist, voraussichtlich
bleibt, was er ist, und wenn er bleibt, was er ist,
später noch sein wird, was er ist, einer, der
hoffentlich nicht vergisst, daß niemand über
den Schatten springt, den er, ohne es zu wissen,
in die Sonne der anderen wirft.

Es gefiel Kaiser nicht, wie das Tagebuch Richters festhält, denn: „Er kann nicht über seinen Schatten springen. Es ist der Schatten eines Snobs.“

Fritz J. Raddatz, der Berliner aus Tempelhof, der sich in den Wirren nach 1945 durchschlug und über Pastor Mund, seinen späteren Vormund und Liebhaber, in Kontakt mit der SED geriet, blieb bis Ende 1958 in der DDR. Dort wurde er Lektor des Verlages Volk und Welt und wandte sich vom DDR-Sozialismus ab. In der Bundesrepublik wurde er  Cheflektor des Kindler Verlages – trotz innerer Vorbehalte gegenüber dem Lebensstil der Kindlers (die freilich nicht lange währen sollten). FJR berichtet mit hochgezogenen Brauen in seinen Erinnerungen über neureiche Genußsucht:

Der Geldsegen seines »Mädchen Rosemarie«-Films hatte ihm [Erich Kuby] eine protzige Villa in Münchens teuerstem Vorort beschert, geranienbepflanzte Bar inklusive, in die er mich einlud: An zwei Flügeln spielten er und Joachim Kaiser »Zum Einzug des Russen in München«. Es gab Champagner.

FJR überredet Kindler, die dreibändige Auswahlausgabe der Schriften von Karl Marx herauszubringen:

Nur wußte ich nicht, wer eine solche Edition betreuen könnte. Ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung meinte nach einigem Nachdenken, es gebe da einen jungen Adorno-Assistenten, allenfalls der käme in Betracht. Als ich dem am Telefon mein Anliegen vortrug, war sein erster Satz: »Sie müssen ein mutiger Mann sein.« Der Redakteur hieß Joachim Kaiser, der Assistent hieß Jürgen Habermas.

Kaiser lud FJR ein, in der Süddeutschen Zeitung über DDR-Literatur  und DDR-Kulturpolitik zu schreiben.

Mit gesunder Übertreibung könnte ich sagen, Kaiser ist der Vater meiner Habilitationsschrift. Jedenfalls war er – brillant, witzig, stilempfindlich und reaktionsgeschwind – der ungekrönte König der Kritiker.

FJR erlebte während einer Krise im Jahre 1979, längst schon bei der ZEIT, Kaiser als loyalen Freund. 1991, zu FJRs sechzigstem Geburtstag, hielt Kaiser eine Geburtstagsrede (s.o.) – im dreiunddreißigsten Jahr ihrer Freundschaft! – die Raddatz in seinen Erinnerungen abdruckte.

Man sieht Kaiser also früh zentral positioniert und dauerhaft gut vernetzt; beste Voraussetzungen für das lange und einflussreiche Wirken. Wolf Jobst Siedler erwähnt in seinen Erinnerungen die Jugend zahlreicher Akteure in der jungen Bundesrepublik: Friedrich Luft, Johannes Gross, Joachim Fest, Joachim Kaiser und er selbst: alle zwischen Sechsundzwanzig und Anfang Dreißig:

Wahrscheinlich verdanken wir unseren frühen Start nicht so sehr unserer hervorstechenden Begabung, sondern dem Umstand, dass Millionen unserer Generation gefallen, andere Millionen noch in russischer und französischer Gefangenschaft – die Amerikaner und Briten hatten ihre Kriegsgefangenen bereits entlassen – und viele der nationalsozialistischen Zeit wegen belastet waren. So griff man nach denen, die vorhanden waren, und wir hatten das Glück, da zu sein.

In seinem wunderbar informativen und aufschlußreichen Buch „Begegnungen. Über nahe und ferne Freunde“ (2004) porträtiert Joachim Fest Kaiser zu dessen sechzigstem Geburtstag im Jahre 1988.

Ihre beneidenswerte Fähigkeit, alles oder doch das meiste in Genuß zu verwandeln. Das gilt nicht nur für einzelne, aus sauren Arbeitswochen herausgehobene Fest wie das heutige hier. Vielmehr haben Sie aus Ihren genießerischen Vorlieben ein ganzes reiches Leben gemacht.

Wir sind Generationsgenossen. Mir wurde das noch einmal deutlich bei der Lektüre von Joachim Kaisers so kluger wie einfühlsamer Erlebten Literatur, wo er über die Bücher und die Autoren schreibt, die sein Leben begleitet haben. Es sind zeitweilig auch die meinen gewesen. Aber mich und viele andere haben die damals noch sehr gegenwärtigen Erfahrungen mit der Vergangenheit auf mehr ins Historische weisende Wege gedrängt. Ihn hingegen nicht. Joachim Kaiser ist bei seinen Vorlieben geblieben: Musik, Literatur, Theater, Philosophie.

Fest rühmt die Belesenheit, die Hörerfahrung, den Kenntnisreichtum Kaisers. Er lobt seine Fähigkeit zu Staunen, ob glücklich bewahrt oder bewußt erworben, die Verve seiner Formulierungen, die Frische Kaisers.

Dieser selbst bilanzierte 2006 in einem Radiogespräch, wer Kritiker sein wolle, müsse einen übersteigerten Äußerungstrieb haben, müsse Stellung zu dem Gesehenen, Gehörten, Gelesenen nehmen wollen. Bald darauf erschienen die als Zwiegespräch mit der Tochter angelegten Erinnerungen. „Das sind launige Mitteilungen aus fernen, vergangenen Tagen, graumelierte Erzählprosa zum Wohlfühlen.“ – So ordnete Werner Theurich die 2008 erschienen, sehr lesenswerten Memoiren Kaisers im Spiegel ein und wirkt dabei erschreckend gestrig in seinem eher jämmerlichen Versuch, heutig zu sein. Freilich sind die Memoiren keine getreue Chronik, sondern eine persönliche, auch eitle und inszenierte Erzählung. Das haben Memoiren allerdings so an sich.


Ausgangspunkt dieses Blogposts war Schumann. Über ihn schreibt Kaiser in dem bereits erwähnten Text „Robert Schumanns Kühnheit“ mit erkennbarer Begeisterung:

Wer irgendwann einmal von Robert Schumanns Musik berührt, gebannt und entflammt wurde, wer sich daraufhin in einen lebenslänglichen Schumannianer verwandelte, wem kein Schumann-Liederabend zuviel wurde, keine Darbietung des Klavierkonzerts, des Cellokonzerts, der Symphonien und erst recht keine einigermaßen kompetente Interpretation der Kreisleriana, des Carnaval, der Symphonischen Etüden oder der Fantasie – der ahnt gewiß, wie schwer es ist, Schumanns Kunst angemessen zu preisen.

Er charakterisiert den Menschen Schumann – auch durch das Urteil seiner Zeitgenossen – mit teils gegensätzlichen Attributen, betont seinen Stolz, seine Schüchternheit, seine Intelligenz, die genialisch-jünglingshafte Reinheit. Wie Wagner, der nichts von ihm hielt, verabscheute Schumann Meyerbeer; Nietzsche verachtete Schumann; Liszt widmete ihm seine h-Moll-Sonate von 1853. Schumann litt darunter, daß er oftmals nur als Ehemann der anerkannten Pianistin Clara wahrgenommen wurde.

Kaiser analysiert den Kompositionsstil Schumanns und thematisiert seine journalistischen  Texte und Kritiken:

Er war unser größter Musikkritiker, eben weil er mehr gewesen ist als nur ein Musikkritiker.

Kaiser selbst wirkte als ein einflußreicher Kritiker und Journalist, dem die Kultur am Herzen lag. Keineswegs der Verrisseproduzent, den Georg Kreisler einst so wunderbar besang:

Heute findet jede Zeitung
Größere Verbreitung durch Musikkritiker,
Und so hab auch ich die Ehre
Und mach jetzt Karriere als Musikkritiker.
Ich hab zwar ka Ahnung, was Musik ist,
Denn ich bin beruflich Pharmazeut,
Aber ich weiß sehr gut, was Kritik ist:
Je schlechter, um so mehr freun sich die Leut.
Es gehört zu meinen Pflichten,
Schönes zu vernichten als Musikkritiker,
Sollt ich etwas Schönes finden,
Muß ich’s unterbinden als Musikkritiker.
Mich kann auch kein Künstler überlisten,
Da ich ja nicht verstehe, was er tut.


Verwendete Literatur:

Henriette Kaiser, Joachim Kaiser: Ich bin der letzte Mohikaner, 2008

Joachim Kaiser, Erlebte Musik, 2. Bde, erw. u. überarb. Aufl. 1994

Hans Werner Richter, Mittendrin. Die Tagebücher 1966-1972, hrsg. von Dominik Geppert, 2012

Fritz J. Raddatz, Unruhestifter. Erinnerungen, 3. Aufl. 2011

 

Veröffentlicht unter Bücher, Gesellschaft, Konzert, Musik, Oper, Personen, Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 8 Kommentare

Neu aufgeschlagen und wieder hervorgeholt: April 2015

Die Leseliste des ersten Quartals ist geschlossen, der Stapel ist und bleibt hoch. Aber ich motiviere mich selbst und setzte mir einige Leseziele für die nächsten Monate. Tadaaa!

Weiter soll es mit der Max-Weber-Biographie von Dirk Kassler gehen. Die liest sich bislang recht zäh, bildet aber bekanntlich den Auftakt zu meinem ambitionierten Leseprojekt.

Foto: nw2015

Foto: nw2015

Der Erste Weltkrieg beschäftigt mich ebenfalls schon und wohl auch noch länger. In das Kulturwissenschaftliche Handbuch »Erster Weltkrieg« möchte ich wieder konzentrierter hineinschauen; Leonhards Büchse der Pandora wird wohl noch etwas warten müssen.

Foto: nw2015

Foto: nw2015

Foto: nw2015

Foto: nw2015

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst einmal soll die Ernst-Jünger-Biographie abgeschlossen werden – da bin ich immerhin schon in der Weimarer Republik angelangt.

Foto: nw2015

Foto: nw2015

Neu begonnen wird ein prächtiger Band mit dem Titel »Kaiser und Kalifen. Karl der Große und die Mächte am Mittelmeer um 800«.

Foto: nw2015

Foto: nw2015

Und dann lockt da ein wahrhaftes Opus magnum: Gerhart von Graevenitz legte mit »Theodor Fontane. Ängstliche Moderne« im Jahr 2014 einen Wälzer über Preußens Romancier schlechthin vor.

Foto: nw2015

Foto: nw2015

Und normalerweise sollte auch noch irgendein Roman dazukommen, oder?

Veröffentlicht unter Bücher, Geschichte, Literatur, Museum, Neuerwerbungen, Personen, Politik, Soziologie | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 3 Kommentare

Leseliste 2015 – 1

Im ersten Quartal wurden gelesen:

Peter Sloterdijk, Die schrecklichen Kinder der Neuzeit

Temporeich blättert Sloterdijk durch seinen Zettelkasten.

Bea Lund, Europas Aufbruch in die Neuzeit

Basiswissen kompakt.

Christoph Poschenrieder, Das Sandkorn

Am Ende zieht ein Mann in den Krieg, aber vorher lockt das Leben.

Ludwig Wieder, Der Thronfolger

Sein gewaltsamer Tod hat die Dynamik ausgelöst, die ihm im Leben versagt bliebt.

Ernest Hemingway, Paris. Ein Fest fürs Leben

Paris. Und Hem. Eine gute Kombination, wenn auch erkennbar angejahrt.

Chigozie Obioma, Der dunkle Fluss

Eine Familientragödie in Nigeria, erzählt aus der Perspektive eines Kindes.

Lutz Seiler, Kruso

Ein Land löst sich auf und eine Illusion zerplatzt.

Aktuell werden (mit mehr oder weniger Unterbrechungen) gelesen:

Heimo Schilk, Ernst Jünger. Ein Jahrhundertleben, erw. Neuauflage 2014.

Karl Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, 8. Aufl. 2013

Richard T. Neer, Kunst und Archäologie der Griechischen Welt, Von den Anfängen bis zum Hellenismus, 2012, dt. 2013

Elmar Faber/Carsten Wurm (Hrsg.), Bühne auf! Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts, 2012

Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 2011

Christopher Clark, The Sleepwalkers – How Europe went to War in 1914, 2012 (Kindle)

George F. Kennan, Bismarcks Europäisches System in der Auflösung. Die französisch-russische Annäherung 1875-1890, 1979, dt. 1981

Karl Helfferich, Der Weltkrieg, 1. Band: Die Vorgeschichte des Weltkriegs, 1919 (Kindle)

Veröffentlicht unter Bücher, Geschichte, Literatur | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar