Besuch (diesmal nicht spontan) in …

… Greifswald

Greifswald, Marktplatz

Greifswald, Marktplatz

Zur diesjährigen, 73. Jahrestagung der Vereinigung der deutschen Staatsrechtslehrer bin ich seit Dienstagabend in Greifswald. Das Wetter ist herrlich: wunderbar sonnig und kalt. Es gibt Gelegenheit, vor und nach der Konferenz durch die Stadt zu schlendern – so bin ich heute morgen über den Wall zur Stadthalle gegangen und habe ein wenig Parkgefühl bekommen.

Greifswald, Blick auf den Dom

Greifswald, Blick auf den Dom

In der Mittagspause ist auch Zeit, um sich zumindest ein paar Häuserfronten anzuschauen. Am heutigen Feiertag war die Stadt voller Touristen; da auch das Semester beginnt sind viele Studenten, zum Teil mit ihren Familien, unterwegs.

Ausrichter der Konferenz ist die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, gegründet 1456.

Die heutige Abendveranstaltung wird in Räumen des Alfried-Krupp-Kollegs stattfinden, gestern waren wir im Pommerschen Landesmuseum.

Das Thema der Konferenz lautet „Zukunftsgestaltung durch Öffentliches Recht“. Momentan konstatieren wir eher begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, ob mit Blick auf den Bildungsföderalismus oder die Finanzverfassung.

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Film am Mittwoch : How To Read a Book

Den Film habe ich auf Jargs Blog entdeckt. Er zeigt, wie man sich Büchern nähert.

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Erste Sätze: Hanslick, Aus dem Tagebuch eines Rezensenten

„Die Gesellschaft der Musikfreunde gab nach längerer Unterbrechung ihr drittes Konzert. Eine Konzertouvertüre von Julius Rietz machte den Anfang. Wie alles, was wir von diesem Komponisten bisher kennenlernten, gehört auch die ‚Konzertouvertüre‘ in die Kategorie: geistreiche Inkompetenz. Wohlgeschulter und geschmackvoller Musiker, zugleich vortrefflicher Dirigent, ist Rietz im freiesten Besitz aller Mittel, mit welchen man komponiert; nur was man eben komponieren soll, ist ihm von der Natur sehr sparsam verliehen.“

Eduard Hanslick, Aus dem Tagebuch eines Rezensenten, Gesammelte Musikkritiken
(hrsg. von Peter Wapnewski), 1989, S. 9 (Konzertkritik von 1856)

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Neuerwerbungen: Auf dem Antiketrip

Ihr kennt das, man liest ein Buch und wird angeregt, das Thema weiterzuverfolgen. So geht es mir ja eigentlich ständig mit dem Ersten Weltkrieg, der Zwischenkriegszeit und auch dem 19. Jahrhundert. Im Kosmos von Goethes Werk könnte man ohnehin ein ganzes Leserleben abtauchen, auf dem Zauberberg ist man schnell sieben Jahre festgesetzt, usw. usf.

Aber auch die Antike fesselt mich und angeregt durch den schönen Ausstellungskatalog zu Alexander dem Großen habe ich mir die klassische Biographie von Robin Lane Fox aus dem Regal geholt – was hat man sich als Primaner für tolle Sachen zu Weihnachten schenken lassen!  Vom gleichen Autor ist ja vor einigen Jahren „Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian“ erschienen – jetzt als Softcover zu einem günstigen Preis von 19,95 erhältlich.

Heute war ich in Hamburg und selbstverständlich führte mich mein Weg in die Buchhandlung Felix Jud; eigentlich um die am Sonntag in der FAS besprochene kritische Ausgabe von Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ zu kaufen, die nun aber doch erst Anfang Oktober lieferbar sein wird. Unsereins kann natürlich nur schwer aus einer Buchhandlung herausgehen, ohne ein Buch zu kaufen. Während ich also die Regale ansah, hier einen neuen Roman, dort ein Tagebuch und hier eine Essaysammlung (FJR, vormerken!!) in die Hand nahm, Umschläge, Einbände, Papier, Druck ansah und dann ein paar Sätze las, entdeckte ich nicht nur das bereits erwähnte Werk von Fox, sondern auch

Colin McEvedy, Städte der Klassischen Welt: 120 Zentren der Antike von Alexandria bis Xanten, 2011 bei Penguin Books, 2013 bei Klett-Cotta erschienen.

Der mir bislang unbekannte, 1930 geborene und 2005 verstorbene Autor veröffentlichte eine Reihe von historischen Atlanten und arbeitete mehrere Jahrzehnte an dem nun erschienenen Buch, das lexikalisch angelegt ist. Es verbindet in den Einträgen Anmerkungen zu Lage, Größe und Bedeutung der jeweiligen Stadt mit handgezeichneten Karten und Stadtplänen.

Besonders interessant für Bücherfreunde sind beispielsweise die Erläuterungen zur Bibliothek von Alexandria.

Zusammen über 1.200 Seiten – die langen Herbst- und Winterabende können kommen!

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