Harry Graf Kessler in Weimar

Im Herbst und Winter 2010 hatte ich „Salon Deutschland – Geist und Macht 1900-1945“ von Wolfgang Martynkewicz und danach die von Friedrich Rothe verfaßte Biographie von Harry Graf Kessler gelesen.

20130829-220757.jpgBeides sehr interessante Bücher, die auch die Modernisierung der damaligen Kunstauffassung und eine neue Ästhetisierung zum Gegenstand haben.

Vor kurzem schloß ich dann die Lektüre von Thomas Manns „Lotte in Weimar“ ab. Heute sah ich beim Besuch der hochgeschätzten Buchhandlung Felix Jud in Hamburg das Heft „Das Weimar des Harry Graf Kessler“, das in der Edition A-B-Fischer in der Reihe „Wegmarken“ erschienen ist. Das ist natürlich das Weimar des späteren Bauhauses und nicht mehr das der bei Mann evozierten Goethezeit, aber die Assoziationskette stand.

20130829-220700.jpgEin kurzer Essay schildert die Bemühungen Kesslers, die Moderne in Weimar zu etablieren, seine Erfolge und das Unverständnis der Hofgesellschaft. Dies weckt übrigens Leseerinnerungen an Thomas Manns Roman „Königliche Hoheit“. Eine ansprechende Auswahl von Schwarzweiß-Fotos ergänzt den informativen Text.

Erwähnt wird der Name Hugo von Tschudi, der in Berlin gegen den Kunstgeschmack Kaiser Wilhelms II anarbeiten muß. Und zu Hause hole ich den Katalog der Ausstellung „Manet bis van Gogh – Hugo von Tschudi und der Kampf um die Moderne“, die 1996/97 in der Berliner Nationalgalerie gezeigt wurde, aus dem Regal. Darin finde ich einen Text von Thomas Föhl: „Ein Museum der Moderne – Harry Graf Kessler und das Neue Weimar“, der das Thema parallel, aber mit erkennbar anderem Zugriff und Duktus behandelt. Neben dem Ausstellungsmacher Kessler würdigen beide Texte den Buchproduzenten, der mit den Großherzog-Wilhelm-Ernst-Ausgaben und mit der Cranach-Presse Maßstäbe setzte.

Schöne Lese- und Bildungserlebnisse, fruchtbare Querverbindungen und Längsschnitte in der eigenen Bibliothek.

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Erste Sätze: Frerichs, Judicial Governance

„Das Governance-Paradigma bezeichnet ein Bündel sozialwissenschaftlicher Theorien mit einheitlichem bzw. (im kuhnschen Sinne) vergleichbarem Problemzugang und Erklärungsmuster.“

Sabine Frerichs, Judicial Governance in der europäischen Rechtsgemeinschaft,
Integration durch Recht jenseits des Staates, 2008, S. 21.

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Neuerwerbungen: Bildband zu Homers Dichtungen

 30,5 x 22,5 cm, Fadenh., Gzl. mit Lesebänd. im Schuber.

30,5 x 22,5 cm, Fadenh., Gzl. mit Lesebänd. im Schuber.

Vor 220 Jahren erschienen Umrißzeichnungen zur Odyssee (Februar 1793) und zur Ilias (Juni 1793) von John Flaxman (1755-1826).

Bei Lambert Schneider ist nun für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft ein schöner querformatiger Bildband erschienen, der die insgesamt 62 Bildtafeln (34 für die Ilias und 28 zur Odyssee) mit den passenden Stellen in der Übersetzung durch Johann Heinrich Voß aus den beiden Versepen zusammenführt.

Klug eingeleitet von Anja Grebe verführt das wunderbare Buch zum Betrachten und dazu, dem Sprachrhythmus innerlich nachzuhören.

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Aufbahrung des Hektor

Aufbahrung des Hektor

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Erste Bilanz

Etwas mehr als zwei Monate gibt es diesen Blog nun. Über 1.200 Aufrufe, 12 Follower, 50 Gefällt-mir-Klicks. Zugriffe vornehmlich aus deutschsprachigen Ländern, etwas Westeuropa und USA und ein paar verstreute Fähnchen im Asien-Pazifik-Raum.

Soviel zu Statistik und Datenauswertung. Mir fehlt jede Vergleichsmöglichkeit, aber egal, denn ich freue mich darüber. In jedem Fall sage ich Dank für das Interesse und auch die Rückmeldungen.

Ich habe durchaus Gefallen daran gefunden, vor allem Leseerlebnisse, aber auch Eindrücke aus dem virtuellen Raum und „Kulinarisches“ zu teilen. Mal sehen, wie sich die Notizhefte entwickeln.

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