Fetz. Kokel.

Wunderbar zur Verführbarkeit menschlichen Geistes.

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Die Liste: Bilanz- und Empfehlungsvergleich

Hier ist sie nun! Elf Leserinnen und Leser haben mir ihre Empfehlungen geschickt, sodaß ich hier nun die ultimative Zwölferliste präsentieren kann! Vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben. Ich finde die Zusammenstellung sehr interessant und es gibt weniger Koinzidenzen als in redaktionellen Empfehlungen zum Fest.

1. Welches war das Buch des Jahres (erschienen 2013)?a) Roman
thw85 Das war für mich ganz klar „Der jüdische Messias“ von Arnon Grünberg. Zwar ist dieses Werk bereits vor einigen Jahren im niederländischen Original erschienen, aber erstmals im April dieses Jahres auf Deutsch. Dieses Buch war für mich eine echte Entdeckung: So radikale, so schwarzhumorige und gleichzeitig leichtfüßige, blitzgescheite Literatur habe ich seit Jahren nicht gelesen. Grünberg hat für mich ein Meisterwerk geschrieben, das genau meinen Ton getroffen hat: Kompromisslos die kleinen und großen Absurditäten dieser Welt aufzeigend, dabei nie zu ernst und immer menschlich und versöhnlich. Ein absolutes Muss, eine wahre Pflichtlektüre. Mehr Lobpreisung dazu hier:
http://www.texteundbilder.com/messias
Philology&Irony Botho Strauß: Die Fabeln von der Begegnung. München: Hanser
Sätze&Schätze Der Trafikant – Robert Seethaler, Kein & Aber.
Danares.mag Ana Paula Maia: Krieg der Bastarde
wildurb.at Die Analphabetin, die rechnen konnte
junaimnetz Gleis 4 von Franz Hohler. Das fand ich schon ziemlich beeindruckend. Gut war auch “Die Auberginenrepublik”. Autor vergessen.
Ramblingbrother Per Petterson: Pferde stehlen
Mützenfalterin Valeria Luiselli – Die Schwerelosen
fiftyfourbooks Hier muss ich bereits das erste Mal wirklich grübeln. So richtig Aktuelles lese ich selten, überzeugt haben mich aber die Debüts von Jonas Lüscher mit Frühling der Barbaren und kürzlich erst Martin Simons mit Die Freiheit am Morgen.
LudwigR Luca Di Fulvio: „Das Mädchen, das den Himmel berührte“(Erscheinungsdatum: 15.02.2013)(Dazu gibt es sogar einen Lilablog-Beitrag: http://lilablog.de/lesetipp-di-fulvio/)Ein Buch, das zwar schon 2011 erschien, aber das ich einfach empfehlen MUSS, weil es eines der wunderbarsten Bücher ist, die ich je gelesen habe:Michela Murgia – Accabadora
LastAppointment Lustig – ich habe nur einen in diesem Jahr neu veröffentlichten Roman gelesen: ‚Cabo de Gata‘ von Eugen Ruge. Schon ein recht gutes Buch.
nw2013 Upton Sinclair, Öl!
b) Sachbuch
thw85 Im Sachbuchbereich gefiel mir in 2013 Mason Curreys „Daily Rituals“ sehr gut. Ich habe, neben juristischen Schlaftabletten, auch kein weiteres Sachbuch gelesen, das in 2013 erschien. Beruhigend war für mich, dass die großen Geister, deren Rituale in dem Buch nachgezeichnet werden, eben so viel Kaffee tranken wie ich. Beunruhigend war hingegen, dass sie viel früher aufstanden… Auch dieses Buch habe ich besprochen, und zwar hier:
http://www.texteundbilder.com/rituale/
Philology&Irony Stefan Deines, Jasper Liptow, Martin Seel (Hg.): Kunst und Erfahrung. Berlin: Suhrkamp
Sätze&Schätze Die französische Enzyklopädie, Diderot, Die Andere Bibliothek sowie die ersten Bände der Naturkunden, Hrg. Judith Schalansky
Danares.mag Zé do Rock: per anhalter durch die brasilianische galaxis
wildurb.at Schwarmintelligenz, Wie einfache Regeln, Großes möglich machen.
junaimnetz Vegan for youth, Attila Hildmann.
Ramblingbrother Markus Gabriel: Warum es die Welt nicht gibt
Mützenfalterin Christian Lehnert – Korinthische Brocken
fiftyfourbooks Eines der meistbesprochenen Sachbücher des Jahres ist sicher The Sleepwalkers von Christopher Clark. Gerade vor dem nahenden Jahrestag des ersten Weltkrieges wird dies sicher nicht die letzte Be-/Verarbeitung gewesen sein. Zumindest viel beachtet, aber natürlich mit ganz anderem Anspruch 1913 von Florian Illies.
LudwigR Eric Schmidt, Jared Cohen: „Die Vernetzung der Welt“
(Erscheinungsdatum: 03. Mai 2013)Konzentriert sich auf die Chancen der Digitalisierung und spricht unaufgeregt und abgewogen über die Risiken. Besonders spannend ist der Teil über die Chancen für sog. Entwicklungsländer.
LastAppointment Ich schwank(t)e da zwischen zwei Büchern, habe mich nun aber für E.O. Wilsons ‚Die soziale Eroberung der Erde – Eine biologische Geschichte des Menschen‘ entschieden.
nw2013 Bruno Cabanes/Anne Duménil (Hrsg.), Der Erste Weltkrieg, Eine europäische Katastrophe.
c) Kinderbuch
thw85 Ich habe in 2013 nur ein Kinderbuch gelesen, seit Jahren mal wieder das erste. Es ist die wunderschön illustrierte, sprachlich für junge Leser angepasste „Leonce und Lena“-Ausgabe des NordSüd-Verlags. Nicht nur für Kinder zu empfehlen!
Philology&Irony Stefanie Blake: Ich will Nudeln. Frankfurt/M.: Moritz (ausdrücklich bestätigt von einer angehenden Leserin, 6 Jahre).
Sätze&Schätze Muss ich leider passen.
Danares.mag Sorry, nicht meine Baustelle…
wildurb.at MISSION WIEN
junaimnetz Stecker raus und aus die Maus, ist aber bereits 2012 erschienen.
Ramblingbrother keines gelesen
Mützenfalterin Susan Kreller – Elefanten sieht man nicht
fiftyfourbooks Bei Kinderbuchneuerscheinungen bin ich beim besten Willen überfragt.
LudwigR Martin Wadell, Barbara Firth: „Can’t You Sleep, Little Bear?“
Das ist zwar schon 2005 erschienen, aber es ist eine wunderbare Geschichte darüber, wie man mit Alltagsängsten umgeht und steht im krassen und sehr angenehmen Gegensatz zu den mir unerträglichen Grimms-Märchen.
LastAppointment Keine Ahnung.
nw2013 Ich lasse mich von Jargs Blog inspirieren, wenn ich ein Geschenk für Patenkinder oder die Kinder von Freunden suche!
2. Welches Buch habe ich wiedergelesen?
thw85 Gar keins. Nur neue Bücher für mich in 2013.
Philology&Irony James Fenimore Cooper: Der letzte Mohikaner. München: Hanser.
Sätze&Schätze Die Schatzinsel, Stevenson (Hanser und Fischer Klassik), Traumpfade v. Bruce Chatwin.
Danares.mag Georg Büchner: Woyzeck.
wildurb.at Die Abenteuer des Joel Spazierer, Die Einsamkeit der Primzahlen
junaimnetz Ich habe “Im Westen nichts Neues” von Remarque dieses Jahr noch einmal gelesen, nach gefühlter Ewigkeit.
Ramblingbrother Richard Rorty, Gianni Vattimo: Die Zukunft der Religion.
Mützenfalterin Marguerite Duras – Schreiben (immer und immer wieder).
fiftyfourbooks Sogar gleich zweimal (einmal komplett, einmal in Auszügen) wiedergelesen habe ich Kästners Fabian/Der Gang vor die Hunde, eines meiner Alltime-Lieblingsbücher. Erstaunlich immer wieder wie sich der Blick auf ein Buch verändert, Erinnerungen sich als falsch herausstellen und einen angestrichene Stellen erneut erfreuen.
LudwigR Ich lese eigentlich nie Bücher komplett ein zweites Mal, weil es zu viel „Neues“ zu lesen gibt.
LastAppointment Keines.
nw2013 Thomas Mann, Lotte in Weimar; Heinrich Mann, Professor Unrat.
3. Welches Buch lese ich als nächstes?
thw85 Als nächstes werde ich einige Comics lesen. Nachdem sich Ulysses so langsam dem Ende zuneigt, bin ich nun endgültig auf Bilder-Entzug. Schließlich ist mein Blog ganz bewusst dazu da, die Schnittmengen zwischen Bild- und Textebene auszuloten. Leider sind die Comics zuletzt etwas zu kurz gekommen, auch habe ich noch einige Rezensionsexemplare liegen, die ich noch nicht gelesen und rezensiert habe. Daher werde ich wohl als nächstes den 1. Band des hochgelobten frankobelgischen Comics „Blast“ lesen (Reprodukt), danach eine Comicbiographie über Paul Klee (Edition Moderne).
Philology&Irony Imre Kertész: Letzte Einkehr. Berlin: Rowohlt.
Sätze&Schätze Auguste Bolte, Kurt Schwitters, Arche Verlag
Danares.mag Héctor Tobar: In den Häusern der Barbaren
wildurb.at Sterben
junaimnetz Gerade habe ich Suna von Pia Ziefle angefangen.
Ramblingbrother James Salter: Alles was ist
Mützenfalterin Diane Middlebrook – Du wolltest Deine Sterne (über Ted Hughes und Sylivia Plath)
fiftyfourbooks Immer noch lese ich nebenher Don Quichote von der Mancha in der (recht) neuen Ausgabe von Hanser und diese Lektüre wird sich aufgrund des Umfangs von zwei Bänden auch noch etwas hinziehen. Außerdem auf dem Nachtisch Tod im Paradies – Die Tragödie des Stefan Zweig von Alberto Dines und Das Zeitalter der Erkenntnis von Eric Kandel.
LudwigR Vermutlich mache ich mich an die Panem-Trilogie.
LastAppointment Entweder ‚Das Zeitalter der Erkenntnis‘ von Eric Kandel oder ‚Hauptweg und Nebenwege‘ von Heinz Berggruen.
nw2013 Roman – Ivo Andrić, Die Brücke über die Drina; Sachbuch – Robin Lane Fox, Die klassische Welt
4. Welches Buch verschenke ich zu Weihnachten?
thw85 Keine leichte Frage, da ich heute – Stand 1. Dezember – noch kein einziges Weihnachtsgeschenk habe. Ich werde sicherlich Grünbergs „Messias“ verschenken, aber ich bin mir noch nicht sicher, an wen. Das ist auch eine sicherlich nicht für jeden leicht verdauliche Kost. Meine Mutter, die das hier wohl nicht lesen wird, wird von meiner Frau und mir unter anderem ein paar Hörbücher von Doris Lessing bekommen.
Philology&Irony Hängt von den Beschenkten ab: voraussichtlich viel von Wolfgang Herndorf.
Sätze&Schätze Das überlege ich noch. Ganz sicher für eine befreundete Lehrerin “Die Giraffe” von J. Schalansky
Danares.mag Oh, ein weites Feld. Schau’n mer mal!
wildurb.at WIEN GEHT
junaimnetz Von allen in diesem Jahr gelesenen Büchern finde ich “Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry” extrem verschenkbar.
Ramblingbrother Alex Capus: Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer
Mützenfalterin Tzveta Sofronieva – Ufer. Landschaften
fiftyfourbooks Herr Winterling sen. hat sich die angesprochenen Schlafwandler gewünscht und soll sie wohl auch bekommen, ansonsten schenke ich aufgrund konkreter Wünsche der meisten fast nur non-books. Habe aber für alle meine Juristenfreunde, aber schon eine Kiste Die Freiheit am Morgen bestellt.
LudwigR Michel Murgia: Accabadora.
LastAppointment So einige. Freu mich aber sehr, meinem Freund das neue Buch von Thomas de Padova ‚Leibniz, Newton und die Erfindung der Zeit‘ zu schenken.
nw2013 Rüdiger Safranski, Goethe – Kunstwerk des Lebens.
5. Über welches Buch würde ich mich als Geschenk freuen?
thw85 Die Frage splitte ich auf: In ein erschwingliches Buch, das zu kaufen für die mich Beschenkenden momentan realistisch ist und in mein persönliches Traumbuch, über das ich mich wahnsinnig freuen würde, das zu besitzen in der nächsten Zeit aber recht unrealistisch bleiben dürfte. In die erstgenannte Kategorie fällt „Für alle Tage“ von Leo Tolstoi aus dem C.H. Beck-Verlag. Ein wunderschönes, hochformatiges Buch, ein ewiger Kalender in Buchform (im Schuber, yay!) mit der gesammelten Weltweisheit, zusammengestellt und kommentiert vom großen Tolstoi. Ich habe da schon läuten hören, dass ich es wohl bekommen werde, und ich bade schon jetzt in Vorfreude.
Das Traumbuch, unbezahlbar, ist folgendes: Eine signierte Erstausgabe von Mark Twains „The Adventures of Huckleberry Finn“ aus dem Jahre 1885, fine condition, erschienen bei Webster. Mehr dazu: http://goo.gl/yoyZHG
Philology&Irony Hermann Melville: John Marr und andere Matrosen. Mareverlag.
Sätze&Schätze Die gesammelten Werke von Mascha Kaleko, dtv.
Danares.mag Mary Miller: Süßer König Jesus
wildurb.at Über Jedes!
junaimnetz Ich würde mich über “Arbeit und Struktur” von Wofgang Herrndorf freuen.
Ramblingbrother John Williams: Stoner
Mützenfalterin Bildband „Terra“ von Sebastiao Salgado
fiftyfourbooks Lieber Weihnachtsmann, falls Du das liest: Modernist Cuisine at Home, ist die “abgespeckte” Version des 5-bändigen Über-Kochbuchs Modernist Cuisine, das eine Revolution auf dem Kochbuchmarkt ausgelöst hat. Vom (ultrareichen) Liebhaber für (reiche) Liebhaber wurde dieses 400 € teure Schlachtschiff erschaffen: in Fotographie und Rezepten ist ein solches Buch noch nicht dagewesen. Nur, aber nur deswegen, weil ich keinen Platz für das 5-bändige Flaggschiff habe, reicht mir für die Studentenküche auch das Kleine.
LudwigR Ich freue mich über jedes Buch, das mir jemand aus Gründen schenkt. Das ist meist sehr persönlich und daher wertvoll.
LastAppointment ‚Berthold Beitz – Die Biografie‘ von Joachim Käppner.
nw2013 Thomas Mann, Die Joseph-Trilogie in der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe
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Besuch in Hamburg

Nun, da ich nicht mehr aus beruflicher Veranlassung regelmäßig nach Hamburg pendele, braucht es dann doch eben Anlässe, um die Stadt an Elbe und Alster zu besuchen.  Ein Vortrag über die Vereinten Nationen an der Führungsakademie der Bundeswehr bot diesen willkommenen Anlaß.

Den Freitagnachmittag verbrachte ich dann zunächst  in der wunderbaren Buchhandlung Felix Jud, wo ich günstig die zweite Auflage von Kestings „Die großen Sänger“ erstand und ob des Gewichts von 7 kg um postalische Zusendung bat. Gegenüber der 1986 erschienen Erstauflage, die sich seinerzeit unter dem Weihnachtsbaum fand, um einen Band angewachsen, hat Kesting eine Sängergeneration abschließen, eine weitere komplett behandeln und den Ausblick auf eine dritte hinzunehmen können.

Ein wesentlich leichteres Büchlein nahm ich in der Manteltasche mit: Ulrich Weinzierls „Hofmannsthal, Skizzen zu seinem Bild“, 2005, als Fischer Taschenbuch 2007.

Das erschien mir als passende Ergänzung zu dem kürzlich gekauften Band „Gedichte und Prosa“. Der Eindruck nach den ersten fünfzig Seiten ist sehr gut. Das Buch ist anregend geschrieben, arbeitet mit breitem Quellenmaterial und gerade das Eingangskapitel über „Das Phantasma des jüdischen Blutes“ zeigt die Absurdität all dieser biologistisch-rasseideologischen Argumentationen.

Auf den Fortgang der Darstellung bin ich gespannt und freue mich, die Lektüre nun mit der der angesprochenen Werke verknüpfen zu können.

Dann ein bißchen über den Neuen Wall geschlendert und bei Bricks einen Tee getrunken. Zum Abendessen habe ich mich mit meinem Freund Alexander getroffen. Da unser letztes Essen fast drei Monate zurücklag, gab es dann auch eine Menge zu erzählen.

Stefano della Bella, Ausschnitt aus "Sechs Frauen als Allegorien der Wissenschaften", 1650er Jahre. Foto vom Ausstellungsflyer: nw2013

Stefano della Bella, Ausschnitt aus „Sechs Frauen als Allegorien der Wissenschaften“, 1650er Jahre. Foto vom Ausstellungsflyer: nw2013

Samstags bin ich nach dem Frühstück in die Kunsthalle gefahren und habe mir als erstes die schöne Ausstellung „Von der Schönheit der Linie – Stefano della Bella als Zeichner“ (noch bis 26. Januar 2014) angeschaut. Zarte Blätter, die das genaue Hinsehen erforderten und mit wunderbaren Details belohnten. Über hundert Zeichnungen aus Museen in Florenz, Paris, London, Berlin, Frankfurt und Hamburg sowie aus dem Besitz der britischen Königin deckten ein breites Themenspektrum ab. Krieg und Militär, Schiffe, Tiere, Todesallegorien, Antikenstudien, etc.

Danach ging ich durch die Dauerausstellung. Bei den „Alten Meistern“ dominieren die Niederlande und die Kunsthalle läßt die Malerei des 17. Jahrhunderts mit einem breiten Spektrum an Künstlern und Themen sehr lebendig werden. Das besondere Licht, das die Maler eingefangen haben, scheint die Ausstellungsräume zu wärmen. Aber auch die Italiener sind gut repräsentiert. Die Malerei des 19. Jahrhunderts nimmt breiten Raum ein, nicht alles, was gezeigt wird, ist ein Meisterwerk. Aber es gibt berühmte Bilder von Caspar David Friedrich (Wanderer über dem Nebelmeer, Das Eismeer, insgesamt vierzehn Bilder), Adolph Menzel, Philipp Otto Runge, der Nazarener und Deutsch-Römer. Wunderbare Bilder der französischen Malerei aus der zweiten Jahrhunderthälfte weisen den Weg in die Moderne, vier Räume geben einen sehr guten Überblick.

Max Liebermann, Zwei Damen am Wasser (Studie zum Gemälde "Abend am Uhlenhorster Fährhaus"), 1910. Foto von einer Kunstpostkarte: nw2013

Max Liebermann, Zwei Damen am Wasser (Studie zum Gemälde „Abend am Uhlenhorster Fährhaus“), 1910. Foto von einer Kunstpostkarte: nw2013

Edvard Munch, Madonna (Liebende Frau), 1894. Foto von einer Kunstpostkarte: nw2013

Edvard Munch, Madonna (Liebende Frau), 1894. Foto von einer Kunstpostkarte: nw2013

 

 

 

 

 

 

 

Die der klassischen Moderne gewidmete Saalflucht ist ein Hochgenuß! Lovis Corinth, Edvard Munch, Max Beckmann, Oskar Kokoschka, Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Franz Marc, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Wassiliy Kandinsky und die anderen Maler der Brücke und des Blauen Reiters. Herrliche Farben, einst überraschende Formen und Sichtweisen, inzwischen kanonisiert und anerkannt. Slevogt, Picasso, Feininger, Dix und Arp kommen hinzu und sorgen für vielfältige Seheindrücke.

Pablo Picasso, Die Eule - La chouette, 1952. Foto von einer Kunstpostkarte: nw2013

Pablo Picasso, Die Eule – La chouette, 1952. Foto von einer Kunstpostkarte: nw2013

Das Schöne war, daß es kaum andere Besucher gab, nur langsam wurden wir zehn Personen. Viele Säle und Bilder hatte ich für mich allein und konnte vor- und zurückgehen und verschiedene Ansichten und Standpunkte ausprobieren.

Hingegen war die Ausstellung „Dänemarks Aufbruch in die Moderne – Die Sammlung Hirschsprung von Eckersberg bis Hammershai“ (noch bis 12. Januar 2014) sehr voll. Durchaus schöne Bilder, aber vielleicht auch etwas provinziell, irgendwie ein wenig abgehängt von den Entwicklungen in den Zentren der europäischen Malerei, die dann intensiv rezipiert wurde und die eigene Malerei beeinflußte.

Anschließend gab es ein kurzes Treffen mit dem Twitterbekannten @TimSchmuckall und danach ein paar Einkäufe in traditionellen Hamburger Fachgeschäften, später einen wärmenden Tee, und dann stand auch schon die Rückfahrt nach Berlin an.

 

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Schau an!

Schau an!

Die Notizhefte haben es auf http://www.brandigg.de geschafft.

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