Geburtstag am 10. Juli 1871: Marcel Proust

Auch Johannes Calvin (1509) und Carl Orff (1895) sind an einem 10. Juli geboren, Erich Mühsam (1934) und Werner Egk (1983) sind an einem 10. Juli gestorben.

Marcel Proust erblickte am 10. Juli 1871 in Paris das Licht der Welt, wo er auch – am 18. November 1922 – starb. Er war zeitweilig ein Schulkamerad von Jacques Bizet, dem Sohn des Komponisten Georges, und von Daniel Halévy, einem der Unterzeichner der Petition zur Revision des Urteils gegen Alfred Dreyfus.

Nach eher ziellosen Anfängen als Schriftsteller arbeitete Proust ab 1912 an dem umfangreichen Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Die Bände erschienen sukzessive bis zu seinem Tod und zwei weitere posthum. Derzeit erscheint der Roman in neuer Übersetzung bei Reclam. Weitere Hinweise finden sich beim geschätzten Dr. Koellerer.

Foto: nw2014

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Ich möchte heute aufmerksam machen auf die sehr schön gestalteten Bandes dessinées, die Stéphane Heuet vorlegt und die auf Deutsch bei Knesebeck erscheinen. Bis jetzt sind erschienen:

An der Seite Swanns

  • Combray
  • Eine Liebe Swanns I und II
  • Namen und Orte: Namen

Im Schatten junger Mädchenblüte

  • Namen und Orte: Orte I und II

 

Foto: nw2014

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Jahrestage am 7. Juli

Am 7. Juli wurden geboren:

1860 Gustav Mahler

1884 Lion Feuchtwanger

1887 Marc Chagall

 

An diesem Tag sind gestorben:

1531 Tilman Riemenschneider

1930 Sir Arthur Conan Doyle

1956 Gottfried Benn

1973 Max Horkheimer

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Leseliste 2014 – 1

Gelesen im ersten Halbjahr 2014:

Anton Tschechow, Die Dame mit dem Hündchen, Neuübersetzung 2013

Anrührende Geschichte in einem schön gestalteten Büchlein.

Anton Holzer (Hrsg.), Die letzten Tage der Menschheit – Der Erste Weltkrieg in Bildern mit Texten von Karl Kraus, 2013

Bebilderung einer ergreifenden Textcollage.

Günter de Bruyn, Die Zeit der schweren Not, Schicksale aus dem Kulturleben Berlins 1807 bis 1815, 2013

Preußens schwere Zeit voller interessanter Frauen und Männer.

Robert Seethaler, Der Trafikant, 2013

Ein berührender Roman über das Erwachsenwerden, Wien in der Zeit des Nationalsozialismus und die Gespräche eines jungen Mannes mit Sigmund Freud.

Ivo Andrić: Die Brücke über die Drina

Hmm. Zwiespältiger Eindruck. Gute, lebenskluge Passagen wechseln mit zäheren Betrachtungen.

Feridun Zaimoglu, Isabel, 2013

Was für ein Reinfall.

James Sheehan, Kontinent der Gewalt, 2008

Spannend geschriebene Analyse!

Joseph Roth, Die großen Erzählungen, diese Zusammenstellung 2014

Ganz wunderbar!

James Salter, Lichtjahre, 1975, dt. 1998

Ein empfehlenswerter Roman!

Inge Jens, Am Schreibtisch, Thomas Mann und seine Welt, 2013

Viel bemäkelt in den Feuilletons, aber durchaus lesenswert!

Ernst Piper, Nacht über Europa, 2013
Herfried Münkler, Der Große Krieg 1914-1918, 2013

Teil meines Leseprojekts; zwei lohnende Bücher zum Thema Erster Weltkrieg.

gemeinsame Besprechung

Andreas Platthaus, 1813 – Die Völkerschlacht und das Ende der Alten Welt, 2013

Ein stellenweise etwas zu detailreiches Buch über diese Schlacht, die für die Zeitgenossen von ungeheuren Ausmaßen war und erst von den Dimensionen der Weltkriegsschlachten hundert Jahre später in den Schatten gestellt wurde.

Ulrich Weinzierl, Hofmannsthal, Skizzen zu seinem Bild, 2007

Die gut erzählte Biographie zeigt den Dichter als Parvenü mit erlesenem Geschmack, menschlichen Unzulänglichkeiten und politischen Irrtümern. Nebenbei atmet man kakanische Luft und ahnt die Orientierungslosigkeit in der jungen Republik.

Aktuell werden (mit mehr oder weniger Unterbrechungen) gelesen:

Karl Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, 8. Aufl. 2013

Richard T. Neer, Kunst und Archäologie der Griechischen Welt, Von den Anfängen bis zum Hellenismus, 2012, dt. 2013

Elmar Faber/Carsten Wurm (Hrsg.), Bühne auf! Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts, 2012

Francis Fukuyama, The Origins of Political Order, 2011 (Kindle)

Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 2011

Christopher Clark, The Sleepwalkers – How Europe went to War in 1914, 2012 (Kindle)

George F. Kennan, Bismarcks Europäisches System in der Auflösung. Die französisch-russische Annäherung 1875-1890, 1979, dt. 1981

Karl Helfferich, Der Weltkrieg, 1. Band: Die Vorgeschichte des Weltkriegs, 1919 (Kindle)

 

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26. Juni 1914: Wolfgang Windgassen geboren

Wolfgang Windgassen (* 26. Juni 1914 in Annemasse [Frankreich]; † 8. September 1974 in Stuttgart) würde heute seinen hundertsten Geburtstag feiern. Er hat das Verständnis des Wagnergesangs nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt wie kein Zweiter. Mit seinen auf zahlreichen Aufnahmen festgehaltenen Rollenporträts war er der moderne Wagnertenor schlechthin: von 1951 bis 1970 trat er in fast allen Tenorpartien bei den Bayreuther Festspielen auf.

Jürgen Kesting nennt ihn für die 1950er Jahre den herausragenden Siegfried, für die 1960er den herausragenden Tristan und lobt dabei mehr den Darsteller als den Sänger. Denn Windgassen war ein moderner Typ des Heldentenors mit kleiner Stimme, entfernt von den Klangwogen eines Lauritz Melchior, aber eben eindringlich. Vor allem auf der Bühne konnte er überzeugen, die Aufnahmen lassen die Schwächen und Grenzen der Stimme ungeschützt hervortreten. Einen überzeugenden Nachfolger hat er freilich nicht gefunden.

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