Erste Sätze: Oppenheim/Lauterpacht

„Law of Nations or International Law (Droit des gens, Völkerrecht) is the name of the body of customary and treaty rules which are considered legally binding by States in their intercourse with each other.“

Oppenheim/Lauterpacht, International Law, A Treatise,
8th edition/4th imprint 1960, § 1

Veröffentlicht unter Bücher, Rechtswissenschaft | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Vernetzung im Netz

Angeregt durch einen Beitrag im empfehlenswerten Blog Kritikkultur unter dem schönen Titel „Ihr müßt mehr retweeten!“ habe ich mir Gedanken über die Vernetzung im Netz gemacht. Als  Claus diese Aufforderung bei Twitter ein paar Tage im Spiel hielt, entspann sich eine Diskussion darüber, ob und wann retweeten mehr bedeute als einen bloßen Hinweis, nämlich auch eine Unterstützung beinhalte. Damals wie heute bin ich der Meinung, man könne zwischen einem passiven und einem aktiven Retweet unterscheiden, wobei letzterer durch den beigefügten Kommentar eine positive wie negative Wertung enthalten kann.

Blogbeiträge zum Für und Wider des Retweeten gab es dann auch: auf dem lilablog, auf hildwin.de und bei przeporkia.de.

Richtig und wichtig finde ich es aber auch, wie ebenfalls Claus es mit der #BlogKritik vorgemacht hat, sich nicht nur als stiller Konsument durch das Netz zu bewegen, sondern auch gelegentlich wie ein Scout das #Neuland zu erkunden und anderen davon zu erzählen. So kann jeder ein paar Fäden ins Netz einweben und zum Entstehen neuer Verbindungen beitragen.

So ist das Twittern über das Bloggen ebenso wie das Retweeten ein gutes Mittel, um den Followern etwas mitzugeben, was diese sonst vielleicht übersehen hätten, oder sie an etwas zu erinnern, das ansonsten von der Flut der Neuigkeiten fortgespült und deshalb vergessen worden wäre.

Besonders gut an Twitter gefällt mir darüberhinaus, daß ich darüber in kürzerer Zeit mit mehr Menschen in Kontakt getreten bin und diese dann auch persönlich kennengelernt habe, als dies bei Facebook der Fall war. Und dann bleibt Vernetzung auch kein rein virtueller Begriff. Selbst einer Laufgruppe habe ich mich auf Initiative von @LudwigR über Twitter angeschlossen, in der wir nicht nur qua App die individuellen Laufleistungen vergleichen, sondern auch in Form des #SynchronRuns echte Wettkämpfe laufen.

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | 5 Kommentare

Laufen

Wenn man wie ich zu den eher unsportlichen Menschen gehört und Schwierigkeiten mit der Koordination von Augen-Ball-(verlängerten)Extremitäten hat – vulgo beim Tennisspiel nicht reüssierte -, dann bleibt einem ja nicht viel übrig, was man tun kann, um sich im Wortsinne in Form zu halten. Denn im Prinzip beginnt der körperliche Verfall ja schon mit 18; was man zu der Zeit natürlich komplett ignoriert.

Bei der Bundeswehr entdeckte ich, daß ich gerne und für einen untrainierten Menschen auch relativ schnell 5.000 Meter lief (21:30). Aber nach sechs Monaten mußte man keinen Sport mehr machen und warum hätte ich dann 5 Kilometer durch die Gegend rennen sollen? Vergeudete Lesezeit, ganz klar!

Irgendwann während des Studiums bin ich dann ins Fitneßstudio gegangen und habe neben dem Zirkeltraining für Anfänger brav Rückenkurse besucht. Das Laufband diente mir immer nur zum Aufwärmen. Das blieb auch noch lange so, als ich längst in Berlin wohnte.

Aber nach ein paar unregelmäßigen Schönwetterläufen im Tiergarten und an der Havelchaussee fand ich dann doch wieder Gefallen am Laufen. Im Sommer 2010 stellte sich dann eine Regelmäßigkeit ein – einmal die Woche 5 Kilometer -, aber noch kein Ehrgeiz, obwohl ich bei der „Lichtenrader Meile“ 2010 mit einer Zeit von 33:02 auf der Strecke von 7,5 km Platz 24 erlief. Der begann tatsächlich erst im Dezember 2012, als ich meine Läufe kontinuierlich mit der Runtastic-App aufzuzeichnen begann. Im Dezember natürlich drinnen, auf dem Laufband.

Nachdem ich ein paarmal meine Ergebnisse über Twitter geteilt hatte, wurde @LudwigR auf mich aufmerksam und schlug mir vor, mich seiner virtuellen Laufgruppe anzuschließen. Dazu meldete ich mich bei Nikeplus an und seit Februar 2013 sind rund 660 Kilometer zusammengekommen.

Zu den Höhepunkten gehörten bisher:

Airportrun 10km (eigentlich ein abgebrochener Halbmarathon, denn es war kalt und regnete immer stärker) am 27. April 2013 in 42:15 / Platz 58BildSynchronRun 21km am 18. Mai 2013

Solidaritätslauf 12km am 30. Mai 2013 mit 53:37 auf Platz 27

Keep running! Der nächste #SynchronRun kommt bestimmt!

Big25Berlin am 10. Mai 2015: Halbmarathon – 72. Platz in der Gesamtwertung und 5. Platz in meiner Altersklasse in 01:35:22 (Nettozeit) 01:35:26 (Bruttozeit)

Veröffentlicht unter Laufen | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Leseempfehlung: Im Bann der Gewalt

Das Buch von Enzo Traverso ist im Jahr 2007 auf Französisch, ein Jahr später dann auf Deutsch erschienen. Auf meinem Stapel ungelesener Bücher lag es seit September 2011. Am 20. Mai dieses Jahres habe ich die Lektüre endlich begonnen. Bald ist sie beendet, aber ich kann schon jetzt etwas zu diesem interessanten Buch mit dem Untertitel „Der europäische Bürgerkrieg 1914-1945“ schreiben.

Traverso lehrt in Frankreich Politikwissenschaft und untersucht in seinem Buch, warum und auf welche Weise die Gesellschaften Europas sich im behandelten Zeitraum brutalisierten. Er betrachtet Linke und Rechte, beschränkt sich aber nicht auf die Politik, sondern bezieht Philosophie und Kunst, also vor allem die massenwirksamen Formen Literatur und Film, ein.

Ein faszinierendes Panorama von Ängsten und Erwartungen, Aufbruchsstimmungen und Niedergangsfurcht zeigt einen zutiefst verunsicherten Kontinent, dessen Vorherrschaft in der Welt zu Ende geht. Deshalb gibt es eine klare Leseempfehlung!

Mehr Informationen gibt es bei den Perlentauchern.

Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare