1. August

Ich setze eine Reihe fort, die ich „Monatserster“ betitelt habe. Das Literarische Geburtstagsbuch aus dem Radius-Verlag, auf das an dieser Stelle gleichsam traditionell Bezug genommen wird, erinnert an interessante Menschen:

Geburtstagskinder am 1. August sind

  • Hermann Melville (1819)
  • Hann Trier (1915)
  • Ernst Jandl (1925)

An einem 1. August sind gestorben

  • Heinrich Laube (1884)
  • Konrad Duden (1911)
  • Karl Herbert (1995)

Nach vorgeblichem Staatsstreich (#ThisIsACoup) und #Landesverrat geht es im Hauptferienmonat hoffentlich tatsächlich ruhiger und weniger netzerregt zu.

August.
Zusammenstellung
von Pfirsich und Zucker
und die Sonne im Nachmittag
wie der Kern einer Frucht.

Unberührt hält
der Mais sein gelbes
und hartes Gelächter.

August.
Es essen die Kinder
Schwarzbrot und köstlichen Mond.

Federico García Lorca

Am 1. August 1796 schrieb Schiller an Goethe:

Nach langem Hin und Herüberschwanken kommt jedes Ding doch endlich in seine ordentliche waagrechte Lage. Die erste Idee der Xenien war eigentlich eine fröhliche Posse, ein Schabernack auf den Moment berechnet und war auch so ganz recht. Nachher regte sich ein gewisser Überfluß und der Trieb zersprengte das Gefäß. Nun habe ich aber, nach nochmaligen Beschlafen der Sache, die natürlichste Auskunft von der Welt gefunden, Ihre Wünsche und die Konvergenz des Almanachs zugleich zu befriedigen.

Was eigentlich den Anspruch auf eine gewisse Universalität erregte und mich bei der Redaktion in die große Verlegenheit brachte, waren die philosophischen und rein poetischen, kurz die unschuldigen Xenien; also eben die, welche in der ersten Idee auch nicht gewesen waren. Wenn wir diese in dem vordern, und gesetzten Teil des Almanachs, unter den anderen Gedicht bringen, die lustigen hingegen unter dem Namen Xenien und als ein eigenes Ganze, wie voriges Jahr die Epigramme dem ersten Teile anschließen, so ist geholfen. […]

Münchener Ausgabe, Bd. 8.1, 1990, S. 230.

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