Bücher als Lebensbegleiter

Auf Instagram gibt es im Dezember eine Aktion des Accounts @weg.gefaehrtin, bei der unter dem Hashtag #wortgefährten Bücher vorgestellt werden, die den Beitragenden ans Herz gewachsen sind. Hier sind die Photos von viermal zwei Büchern, zu denen untenstehend noch kurze Erläuterungen folgen.

  • Robin Lane Fox, Alexander der Große, 1973, dt. 1974 (Peter Zentner und Peter Dering)
  • Gordon A. Craig, Deutsche Geschichte 1866-1945, 1978, dt. 1980 (Karl Heinz Siber)

Ich habe mich schon früh für Geschichte interessiert und war happy, wenn ich als Teenager solche Bücher zu Weihnachten geschenkt bekam. Und erstaunlicherweise nahm mich sogleich die angelsächsische Schreibkultur gefangen.

  • Joachim Fest, ich nicht. Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend, 2006
  • Friedrich Rothe, Harry Graf Kessler. Biographie, 2008

Die Antike hat nach wie vor ihren Platz in meinem Bücherregal, Bücher über Augustus, Cicero, Troja, etc. finden sich hier, aber zahlenmäßig doch überrundet von solchen zum 19. und 20. Jahrhundert.

Autobiographien und Biographien haben dabei einen besonderen Reiz, dem auch ich mich nicht entziehen kann. An Graf Kessler fesselt die Zeitzeugenschaft, an Fest das konsequente Bürgertum.

  • Agatha Christie, Der Tod auf dem Nil, 1937, Neuübersetzung 1978 (Susanne Lepsius)
  • Antonia Byatt, Besessen, 1990, dt. 1992 (Melanie Walz)

Agatha Christie begleitet mich, seit ich zehn Jahre alt war und bei einem Strandurlaub während der großen Mittagshitze drei ihrer Krimis las. „Der Dienstagabendclub“ war der erste Kriminalroman überhaupt, den ich las. „Tod auf dem Nil“ kam 1978 in die Kinos; ich bin dreimal hintereinander ins Kino gegangen, bekam dann das Buch zu Weihnachten und habe es mehrfach und bis heute immer wieder gelesen.
Besessen kaufte sich meine Mutter 1993 und empfahl es mir. Ich habe es im darauffolgenden Jahr regelrecht verschlungen und mehrfach wiedergelesen.

  • Thomas Mann, Der Zauberberg, 1924
  • Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 1930ff.

Zwei Romanklassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gipfelwerke, Lebensräume, Gedankenwelten.
Zwei Bücher, die einen ein Leben lang begleiten können.

 

Das waren meine acht „Wortgefährten“: wichtige und lesenswerte, ganz unterschiedliche und einfach gute Bücher.

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2 Antworten zu Bücher als Lebensbegleiter

  1. Petra Gust-Kazakos schreibt:

    Schöne Mischung! Sowohl die Bücher als auch der Beitrag, eine Kurzbiographie in Büchern sozusagen : )

  2. Andreas Moser schreibt:

    Bei mir wären es wohl „Martin Eden“ von Jack London, „Die Zeit der Gaben“ von Patrick Leigh Fermor und ebenfalls „Der Zauberberg“.

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